Zecken auch in Indien nicht zu unterschätzen

Zwar sind Zecken in den hiesigen Breitengraden kaum gefährdet, da erst Temperaturen unter -20 Grad Celsius ihnen schaden können, aber trotzdem denken erst viele bei sonnigem Wetter und Temperaturen ab 15 Grad aufwärts an die kleinen Blutsauger. Dabei werden Zecken schon ab etwa 5 Grad Celsius über Null wieder aktiv. Wer plant, sich in Indien aufhalten zu wollen, sollte aber die kleinen Spinnentiere nicht unterschätzen. Denn dort gibt es sie auch und ebenso sind sie leider mit übertragbaren Krankheiten ausgestattet.

Somit finden sich auch speziell in Indien Krankheiten, die bekannt sein sollten, bevor man dorthin reist. Das Kyasanur-Wald-Fieber sollte nicht unterschätzt werden, da es keinen wirklichen Impfstoff dagegen gibt. Wie der Name schon sagt, kann es zu Fieber kommen, aber auch zu Kopf- und Gliederschmerzen. Ebenso können Muskeln schmerzen. Bei schlimmeren Erkrankungen wie Blutungsneigung oder Hirnhautentzündungen sieht die Sache dann schon dramatischer aus. Laut Statistik liegt die Sterberate bei 5-15%.

Eine andere Krankheit kann das Afrikanische Fleckfieber sein, da trotz des Namens die Zecke sich in Indien auch besonders wohlfühlt. Symptome wie oben mit Fieber oder Muskelschmerzen können auftreten. Dazu kommen noch Gelenkschmerzen. Allerdings ist diese Erkrankung nicht schleichend, sondern plötzlich. Leicht erkennbar ist die Charakteristik: Die Stelle des Einstichs wird großflächig rot und die Haut verfärbt sich bläulich-schwarz. Auch hier gibt es keinen Impfstoff, wobei die Krankheit aber angeblich nicht tödlich ist, sondern „lediglich“ 5% verlaufen schwer.

Des Weiteren gibt es die auch hier bekannte Infektion von FSME, gegen die es aber eine Impfung gibt. Daneben gibt es einige in der Erklärung zu vernachlässigende Krankheiten wie etwa Zecken-Rückfallfieber, Hasenpest, Q-Fieber oder auch RMSF (Zeckentyphus). Krankheitsbild ist in der Regel gleich: Fieber, Kopf-, Glieder-, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Impfstoffe sind Fehlanzeige. Es hilft nur die richtige Kleidung und Schuhe. Festes Schuhwerk, lange Hosen (Bootcut ist vorteilhaft), langärmlige Oberteile und einsprühen mit Insekten- oder Zeckenspray ist also Pflicht, vor dem Verlassen eines Gebäudes. Wenn man zuhause ist, den Körper gründlich nach Zecken absuchen. Diese halten sich am liebsten an Stellen auf, die warm sind und eine dünne Haut haben, wie Kopfhaut, Achseln, Leisten oder Kniekehlen.

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