Die indische Küche

Der Umschwung bei einem Studium in Indien ist doch schon sehr groß. Neben den typischen Sachen, mit denen man sich auseinandersetzen muss wie Universität oder Wohnung, gibt es natürlich auch ein paar kulturelle Aspekte, die für „Neulinge“ ungewohnt sein können wie zum Beispiel die indische Küche.

Da Indien ein recht großes Land ist, sind die Lebensweisen sehr unterschiedlich. Eigentlich kann man keine pauschale Aussage über eine bestimmte Sache treffen. Nun widmen wir uns dem Essen, denn auch das sollte bei einem längeren Aufenthalt erläutert werden. Auch hier reichen die Gewohnheiten je nach Region weit auseinander. Eine generelle Aussage kann darüber getroffen werden. Die Inder essen gerne scharf. Je nachdem, inwieweit man scharfes Essen mag oder verträgt, kann das als unangenehm scharf empfunden werden. Weiter ist neben der Schärfe eine geballte Portion Gewürze in den Gerichten. Hier finden sich Kurkuma, Kardamom, Kreuzkümmel oder auch Safran gerne wieder. Bekannt ist zu dem, dass die indische Küche ungern ohne Curry arbeitet. Ich meine aber nicht, dass Currypulver, was man hier kennt. Vielmehr eine verschiedene Mischung aus unzähligen Gewürzen, die ein sogenanntes Curry ausmacht. Die meisten indischen Hausfrauen habe ihre ganz persönliche Mischung.

Worauf allerdings verzichtet wird, ist Rind, da Kühe in Indien als heilige Tiere gelten. Jedoch ist das nicht in alle Religionen so. Die muslimischen Inder essen  kein Schweinefleisch. Wobei diese Punkte auch nicht zu Verallgemeinern sind. Die Ärmsten der Armen nehmen das, was sie kriegen oder sich leisten können. In der indischen Küche wird sehr viel mit Gemüse gearbeitet. Das bedeutet nicht, dass nur vegetarisch gegessen wird. Aber durch diese Restriktionen und regionalen Unterschieden sind die Inder Meister der Vielfalt. Neben unzähligen vegetarischen Speisen zählen vor allem Hähnchen, Lamm und Fisch zu den Fleischgerichten.

Zu den Grundnahrungsmittel gehören Reis (Süden), Brote (Norden) und oftmals auch Linsen. Als Basis für Soßen und somit vielen Gerichten ist dann die Currygewürzmischung. Guter Tipp: wer scharf nicht mag, der sollte darauf achten, dass kein Chili im Essen ist und auch kein Garam Masala. Das bedeutet sinngemäß so viel wie scharfe Gewürze. Und die müssen nicht zwingend Chili beinhalten. Wenn man sich ein Gericht mit Chili aussucht, sollte man auch darauf bestehen, dass mit dem Chili etwas sparsamer umgegangen wird. Ansonsten bekommen die Geschmacksnerven nicht viel mit vom Essen. Aber es gibt sehr, sehr viele Gerichte, die auch ohne Schärfe auskommen.

Was zum Problem werden könnte, sind auf der einen Seite, die sehr intensiven Gewürze, an die sich der europäische Magen eventuell erst gewöhnen muss, auf der anderen Seite die hygienischen Zustände. Viele Restaurants befinden sich am Straßenrand, was sich auf die Hygiene auswirken kann. Jeder sollte selber abschätzen, an welchem Stand er bedenkenlos sein Essen kauft.

Als Getränke gibt es typische Sachen wie Tee, Kaffee, Säfte und Wasser. Aber auch süßer oder gesalzener Joghurt und Kokosmilch sind üblich. Die Inder haben zwar auch eigenen Whiskey und eigene Weine, aber im Großen und Ganzen gehören alkoholische Getränke eher zu einem seltenen Anblick. Diese gehören nicht zur Tagesordnung wie beispielsweise das Bier in Deutschland.

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