Was muss man als Austauschstudent in Indien beachten

dceonline

Hat man es mittels Stipendium oder selbständig zum Austauschsemester an eine indische Universität geschafft, kann man zunächst aufatmen, den langwierigen Prozess hinter sich gelassen zu haben. Bevor es dann richtig losgeht, sollte man sich vergegenwärtigen, dass Indien durch seine Andersartigkeit viel an Überraschung bereit hält, was anfänglich vielleicht irritieren kann. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu nennen, die den Start und den Aufenthalt erleichtern können.

Lebenshaltungskosten und Unterkunft

In der Regel entfallen die Studiengebühren für Austauschstudenten und man muss mit nur relativ geringen Kosten für die Unterkunft und Verpflegung rechnen. Ohnehin hat man schon bei der Bewerbung um den Studienplatz nachgewiesen, während der Studiendauer finanziell ausreichend abgesichert zu sein. Mit ungefähr 400,- bis 500,- Euro monatlich sollte man gut zurechtkommen. Das kurzfristige Finden einer Unterkunft, sei es auf dem Unicampus, in einer Gastfamilie oder in einer eigenen Wohnung stellt kein Problem dar und kann an die jeweiligen Vorlieben angepasst werden.

Sprachkenntnisse

Englisch ist neben Hindi die offizielle Landessprache und die Unterrichtssprache an indischen Universitäten. Im Allgemeinen werden keine Sprachnachweise wie TOEFL oder IELTS gefordert. Trotzdem sollte man ein hohes englischsprachiges Niveau haben, um sich nicht unnötigem Stress auszuliefern. In den ländlichen Gebieten und Kleinstädten sind Einheimische mit Englischkenntnissen weit seltener als in den Metropolen anzutreffen. Ein paar Redewendungen in Hindi können hier nicht schaden.

Das Studium

Wie in Deutschland gibt es das Bachelor-, Master- und Doktorandenstudium. Besonders stark kann man derzeit von Lehre und Forschung in den Bereichen IT und Wirtschaftswissenschaften profitieren. Die Anforderungen sowie die Atmosphäre, in die man dann eintaucht, variieren bei den 380 Universitäten des Landes erheblich. Hat man beispielsweise einen der wenigen Plätze am „Indian Instiute of Technoloy“ ergattert, ist einem eine der besten Ausbildungen inner- und außerhalb Indiens sicher. Konsequenterweise ist der Studienaufwand so hoch, dass nur wenig Zeit bleiben wird, sein faszinierendes Gastland kennen zu lernen. Bei der Anerkennung der Studienleistung kann es in der Heimat zu Schwierigkeiten kommen, denn den Bachelorabschluss etwa erhält man in Deutschland nach vier, in Indien aber teilweise schon nach drei Jahren Studium. Grundsätzlich sollte man sich diesbezüglich bereits im Vorfeld an seine deutsche Uni oder an das Auswärtige Amt wenden.

Sicherheit und Gesundheit

Indien gilt wohl auch aufgrund des praktizierten Hinduismus, zumindest im südlichen Landesteil, als relativ sicheres Land. Diebstähle und gewalttätige Delikte gehören nicht zum indischen Alltag. Die Inder sind in Allgemeinen sehr freundlich und offen und so wird man sich wahrscheinlich oft unerwartet in Gesprächen wieder finden. Das staatliche Gesundheitssystem ist nicht mit dem westlicher Länder zu vergleichen und sollte nur bei leichteren Erkrankungen in Anspruch genommen werden. Man sollte unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen, die im Falle eines Privatkrankenhausaufenthaltes die hohen Kosten abdeckt. Noch in Deutschland sind diverse Impfungen wie die gegen Hepatitis dringend angeraten. Ungekochte Speisen und Leitungswasser sollten während des ganzen Aufenthaltes Tabu bleiben. Wenn man ein empfindliches Verdauungssystem hat, werden einem anfänglich wahrscheinlich die stark gewürzten Gerichte zu schaffen machen.

Foto: © Intellistudies – Fotolia.com

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