Das Informatikstudium im Einklang mit der Globalisierung

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Das Studienfach Informatik ist ein anspruchsvolles Studium, welches sich schwerpunktmäßig mit der Programmiersprachen und Technik beschäftigt, aber auch der Mathematik zuwendet. Mithilfe diesem stark technisch fokussiertem Fachgebiet ist eine stetige Weiterentwicklung möglich: Man denke an die Automobilindustrie und die Geräte des täglichen Bedarfs wie Waschmaschine oder DVD-Player.

In der heutigen Berufswelt wachsen auch die Anforderungen an Hochschulabsolventen stetig. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Zuge der Globalisierung zu einem Weltarbeitsmarkt, insbesondere das Fachgebiet Informatik gestaltet sich sehr international. Viele Entwicklungen stammen aus China, den USA oder sogar Indien, sodass die Fachliteratur ausschließlich auf Englisch zur Verfügung steht. Somit empfiehlt sich, bereits während des Informatikstudiums ein Auslandssemester zu planen, um so Erfahrung in fremdensprachigen Gemeinschaften zu sammeln und nach Abschluss konkurrenzfähig auf den internationalen Arbeitsmarkt zu treten. Dieser Zwischenstopp in einem anderen Land beweist nicht nur Flexibilität, sondern ebenfalls Belastbarkeit, gute Ausbildung mit interkultureller Kompetenz sowie Fremdsprachenkenntnisse.

Planung des Auslandsemesters

Das ERASMUS-Programm vermittelt Studienplätze von Partnerhochschulen innerhalb der EU an interessierte Studenten. Dieses Vermittlungsverfahren gestaltet sich relativ einfach, da erfahrende Mitarbeiter für Rat und Tat zur Verfügung stehen. Studenten haben aber auch die Möglichkeit, den Auslandsaufenthalt auf eigene Initiative an einen der weltweiten Partnerhochschulen zu organisieren. Die Vielzahl der Universitäten nimmt an einem Austauschprogramm teil – Europa, Nordamerika und Australien gehören zu den begehrtesten Zielen. Aber auch individuellere Ziele wie Afrika oder im Fach Informatik insbesondere Indien werden immer mehr von den Studenten gewählt. Hierbei ist mit einer Planungsdauer von bis zu 15 Monaten zu rechnen.

Theoretisch kann der Student auch an jede andere Uni innerhalb der EU sein Auslandssemester absolvieren. Nun muss der Student den Kontakt zu dieser jedoch selber herstellen. Auch die Informationen über angebotene Vorlesungen, Studien- und Prüfungsordnung sowie allgemeine Informationen zum Leben im Gastland müssen im Voraus gründlich recherchiert werden. Hierfür können Erfahrungsberichte anderer Studenten hilfreich sein.

Wer im Bereich Informatik ein besonderes Auslandserlebnis erfahren möchte, sollte den etwas herausfordernden Weg gehen und sich um einen der begehrten Studienplätze in den Top drei Informatikländern USA, China oder Indien bemühen.

Die Bewerbung um einen Studienplatz im Ausland

Steht das Ziel fest, so geht es nun an den bürokratischen Teil des Auslandsaufenthaltes – die Bewerbung. Innerhalb des ERASMUS-Programmes wird hierbei von den Koordinatoren Unterstützung geboten: das ausgefüllte Anmeldeformular der gewählten Gastuni, die Anmeldung zur dem Online-Portal sowie Vorlage der Notenübersicht sind obligatorisch. Mit dem Anmeldeformular wird auch das ERASMUS-Fördergeld beantragt. Da es in dem Studienfach Informatik meist mehr freie Plätze als Bewerbungen gibt, wird auch jeder Student an dem Programm teilnehmen dürfen.

Neben dieser Bürokratie sollte der Student berücksichtigen, dass er sich in dem Studentensekretariat der Heimatuni für die Zeit beurlauben sollte. Eine Anrechnung der Studienleistung im Ausland ist aber trotzdem möglich.

Wer ein Land außerhalb der EU gewählt hat, muss eventuell weitere Unterlagen vorlegen. Meistens werden hierfür Gutachten von zwei Dozenten, Zeugnisse, eine Auflistung aller besuchten Veranstaltungen und auch Sprachzertifikate benötigt.

Wichtig: In manchen Ländern außerhalb der EU muss zusätzlich ein Visum beantragt werden, z.B. in den USA oder Kanada.

Studieren und leben im Gastland

Grundsätzlich sollte sich der Student so viele Informationen wie möglich vor Abreise einholen. Oft werden Informationsveranstaltungen angeboten, aber es kann auch aussagekräftige Literatur zu dem Gastland in den Bibliotheken geliehen werden.

Leben kann der Student entweder auf dem Campus im Wohnheim oder außerhalb in einer Wohngemeinschaft. Die Wahl hängt vor allem von dem Standort der Uni ab, da manche außerhalb des täglichen Lebens liegen und somit eine Wohnung off-Campus schwer zu finden ist. Zudem sollte sich der Student Gedanken über seine eigenen Erwartungen machen: Sind internationale Kontakte mit vielleicht deutlich jüngeren Studenten Priorität oder ein ruhiges Lernen und Weiterentwickeln im Ausland? Besonders vor einen Aufenthalt in einem Land mit deutlich zurückstehendem Entwicklungsstand, z.B. Afrika oder Indien, sollte diese Entscheidung wohl überlegt sein, da außerhalb des Campus auch das soziale Leben der Einheimischen schockierende Eindrücke hinterlassen kann.

Bei einer frei gewählten Gastuni ist es nicht garantiert, dass die Studienleistung dort automatisch auch in der Heimat angerechnet wird. Dieses wird am Lehrstuhl in der Heimat entschieden, ob die belegte Vorlesung ebenfalls zu dem Studiengang gehört oder nicht. Hier schafft vorherige Absprache mit der Heimatuni Klarheit.

Internationale Studiengänge

Bei einem straffen Studienplan ist es oft nicht einfach, ein Auslandssemester im Studium einzuplanen, da dieses neben den vielen Vorzügen mitunter eine längere Studiendauer mit sich bringt. Hier steht der Student vor einem Interessenkonflikt. Bei einigen Fakultäten können jedoch Studieren in Regelstudienzeit und ein Auslandsaufenthalt vereint werden, da sie den Studiengang „Europäisches Informatik-Studium“ anbieten.Dieses beinhaltet neben der fachlichen Grundausbildung und Weiterentwicklung der Sprachkenntnisse ebenfalls ein Auslandssemester.

Alternative: Informatik Studium per Fernstudium

Da nicht jede Bewerbung positiv verläuft und auch die Kosten für ein Studium im Ausland zum Teil sehr hoch sind, kann man auch nach anderen Alternativen suchen. So kann man das Informatik Studium auch per Fernkurs bzw. Fernstudium absolvieren. Die Auswahl der Anbieter ist dabei gar nicht so klein.

Komplette Übersicht der Hochschulen und privaten Fernstudien-Anbieter gibts auf fernstudiuminformatik.net

Foto: © luminastock – Fotolia.com

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Eine Antwort auf Das Informatikstudium im Einklang mit der Globalisierung

  1. Interessanter Beitrag.
    Schön wäre es, wenn noch authentische Erfahrungsberichte zum beispiel über die Qualitäten der Unis vorliegen würden.
    Henning

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